Startseite conZepte conZepte 03-2011 Facebook & Co. im Personalmarketing
Facebook & Co. im Personalmarketing

Studie »web2.0-Anwendungen in der Personalarbeit der Ge­sund­heits- und Sozialwirtschaft« zeigt Trends im Personalmanagement
Julia Hornung & Sarah Scholl

Der Trend zu neuen Online-Instrumenten ist inzwischen auch in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft zu spüren: Es wird getwittert, gepostet und sich online vernetzt. Um diese Entwicklung zu erfassen, führte die conQuaesso®-Personalberatung in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe eine Online-Erhebung zu diesem Thema durch. Das deutliche Ergebnis: Facebook & Co. sind keine Eintagsfliegen sondern ernst zu nehmende Instrumente besonders zur Gewinnung neuer Mitarbeitender.


Die neue Generation des Internets hat inzwischen auch die Personalarbeit erreicht. Der in manchen Branchen schon begonnene war of talents, der demografische Wandel und der damit verbundene Fachkräftemangel lassen Unternehmen in der Personalakquise immer kreativer werden. Neue Rekrutierungswege müssen erschlossen und strategisch in das bisherige Personalmarketing eingebunden werden. Wie ist der Status Quo der aktiven und geplanten Nutzung solcher Dienste in der Sozial- und Gesundheitswirtschaft? Und wie kann das web2.0 mit seinen Anwendungen genutzt werden? Diese Fragen stellte sich die conQuaesso®-Personalberatung in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe und initiierte im April 2011 die Online-Umfrage zum Thema »web2.0-Anwendungen in der Personalarbeit der Gesundheits- und Sozialwirtschaft« mit über 150 teilnehmenden sozialen Organisationen.

Die thematischen Schwerpunkte der Studie bezogen sich zum einen auf der Frage, inwieweit web2.0-Anwendungen bereits Einzug in das Personalmanagement von Unternehmen des dritten Sektors gefunden haben und wie sich das Meinungsbild von Führungskräften zur zukünftigen Relevanz von web2.0 in diesem Bereich gestaltet. Als weiteren Schwerpunkt betrachtet die Untersuchung die Gründe, warum aktuell (noch) keine Nutzung von web2.0-Anwendungen stattfindet. Zudem werden der so genannte »Backgroundcheck« von Bewerbenden seitens der Personaler genauer beleuchtet und fehlende Ressourcen zur Anwendung von web2.0-Diensten ermittelt.

Nur 7 % schließen eine Nutzung von web2.0-Anwendungen für Ihr Unternehmen aus
Die Ergebnisse der Befragung zeigen deutlich, dass web2.0-Anwendungen zunehmend an Bedeutung gewinnen. Rund die Hälfte der Befragten gab an, noch keinen Entschluss zu ihrer Nutzung von web2.0-Anwendungen getroffen zu haben. Jedoch nur 7 % schließen eine Nutzung generell aus. 11 % der teilnehmenden Organisationen sind bereits aktiv auf facebook & Co. vertreten. Die Begründungen für eine Nicht-Nutzung von web2.0-Anwendungen waren vielfältig, meist wurden die fehlenden Ressourcen (zeitlich, personell und finanziell) als Argument aufgeführt. Jedoch auch Gründe wie die schwierige Vereinbarkeit von web2.0 mit der Unternehmenskultur oder rechtliche Bedenken wurden geäußert.
Web2.0 spielt bislang eine untergeordnete Rolle in der Personalauswahl
Weiterhin wurden die Teilnehmenden befragt, ob sie die vielfältigen Instrumente des web2.0 im Bewerbungsprozess nutzen. Hier gaben mehr Männer als Frauen an, Informationen in sozialen Online-Netzwerken oder Personensuchmaschinen über Bewerbende zu beziehen. Die häufig in der Presse beschriebenen Privatfotos auf facebook und StudiVZ, welche sich negativ auf die eigene Bewerbung auswirken können, spielen jedoch in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft eine untergeordnete Rolle.

60 % halten web2.0-Anwendungen für künftig (sehr) relevant
Abschließend wurden die Teilnehmenden nach ihrer Einschätzung der Relevanz für web2.0-Anwendungen im Personalmarketing befragt. 60 % der Teilnehmenden bestätigten dabei, dass sie web2.0-Anwendungen als (sehr) relevant für das Personalmarketing der Gesundheits- und Sozialwirtschaft einschätzen.


Um künftig konkurrenzfähig und strategisch am Markt agieren zu können, ist ein Um- bzw. Weiterdenken im Bereich des Personalmarketing wichtig. Klassische Wege der Personalakquise sollten nicht pauschal über Bord geworfen werden, sondern um neue Instrumente ergänzt werden. Die klare Zielrichtung zur Gewinnung junger Nachwuchskräfte muss jedoch darin liegen, sich auf Plattformen zu tummeln, wo die entsprechende Zielgruppe sich aufhält: facebook, YouTube, Xing & co.

 
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