Startseite conZepte conZepte 02-2011 connecting technologies: »Teleradiologieverbund Ruhr«
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Maike Mülders
Laufzeitverlängerungen sind derzeit heftig in der Diskussion – nicht so beim Teleradiologieverbund Ruhr. Der Entschluss, die Pilotphase aufgrund der hohen Nachfrage bis Ende 2011 zu verlängern, fiel allen Projektpartnern leicht – der Regelbetrieb soll mit der bestmöglichen technischen Vorbereitung und auf Grundlage der Erkenntnisse aus der jetzt stattfindenden ersten Anwendungsphase Anfang 2012 starten. Sie haben durch die frühzeitige Teilnahme Ihrer Klinik oder radiologischen Praxis nicht nur die Möglichkeit, die Vorteile eines überregionalen teleradiologischen Experten-Netzwerks zu nutzen und Ihre eigenen Kompetenzen aktiv einzubringen, vielmehr können Sie die Gestaltung und den Ausbau des Verbundes durch Ihre Vorschläge und Erfahrungen richtungsweisend mit gestalten.

 

03-1Anlässlich des RadiologieKongressRuhr fiel der Startschuss für den Pilotbetrieb des Teleradiologieverbundes Ruhr im Oktober 2010. Die erste Phase war ursprünglich für 20 Teilnehmer ausgelegt und sollte bis zum August dieses Jahres dauern. Aktuell sind jedoch bereits 33 Kliniken und radiologische Praxen vernetzt und übermitteln sicher, schnell und medienbruchfrei ihre Bilddaten. Weitere Interessenten werden sukzessiv in den laufenden Betrieb integriert, so dass der Regelbetrieb mit einer deutlich höheren Teilnehmerzahl als erwartet Anfang 2012 starten kann.
Je mehr Teilnehmer miteinander interagieren, desto größer werden das Expertenwissen insgesamt und die Kompetenz zur Abdeckung von Spezialgebieten, was insbesondere Kliniken der Grund- und Regelversorgung zu Gute kommt.


Verzeichnisdienst
Ein Kernelement und der Innovationsfaktor des Teleradiologieverbundes Ruhr ist der Verzeichnisdienst, der es ermöglicht, schnell und präzise einen geeigneten Kooperationspartner für die jeweiligen individuellen Bedürfnisse des zu behandelnden Patienten auszuwählen und zeitnah zu kontaktieren. Die hervorragende technische Infrastruktur und die qualitativ und quantitativ überdurchschnittliche Aufstellung der Verbundteilnehmer erlauben über das Einholen einer elektiven zweiten Meinung hinaus auch die zeitkritische Befundung von Notfällen nach RöV. Dies bietet die Möglichkeit, kosten- und ressourcenintensive Bereitschaftsdienste fachlich hochkompetent und wirtschaftlich einzurichten, und kann als organisatorische Lösung bei einem Fachkräftemangel gestaltet werden.


Erstes Anwendertreffen
Im Rahmen des ersten Anwendertreffens am 16. März 2011 tauschten mehr als 30 Radiologen und klinische IT-Experten engagiert und konstruktiv bisher gesammelte Eindrücke und Erfahrungen aus. Die ersten Reaktionen hinsichtlich der Betriebsstabilität und der praktischen Handhabung waren durchweg positiv.
Besonders erwähnenswert erscheint die überwiegend festgestellte Einfachheit der Implementierung der Schnittstellen für den Teleradiologieverbund Ruhr in bereits bestehende DICOM Systeme, die sich mit wenigen Arbeitsschritten bewerkstelligen lässt, sowie die hohe Sicherheit des Netzwerks, die den Schutz hochsensibler Patientendaten zuverlässig gewährleistet.
Über die praktische Anwendung hinaus wurde interessiert über den angestrebten Ausbau des Verbundes und weitere Anwendungsmöglichkeiten sowie deren Umsetzung diskutiert.


IuK & Gender Med.NRW
Die nächsten konkreten Schritte für einen weiteren Ausbau des Teleradiologieverbundes Ruhr sind im Rahmen des Wettbewerbs Iuk & Gender Med.NRW formuliert worden. Dieser Wettbewerb fördert insbesondere Projekte, die die medizinische Versorgung verbessern, die regionalen strukturellen Bedingungen nachhaltig stärken und parallel die Gleichstellung von Frauen und Männern fördern. In der conZepte 02/2010 wurden die Bedeutung der innovativen Gesundheitsmetropole Ruhr und die Auswirkungen der Etablierung eines überregionalen teleradiologischen Netzwerks für die Akteure und Einrichtungen des Gesundheitswesens und nicht zuletzt für die Patientenversorgung ausführlich erläutert. Die aktuelle hohe Nachfrage bestätigt sowohl den tatsächlichen Bedarf eines solchen Netzwerkes, als auch die Akzeptanz neuer Technologien auf Anwender- und Patientenseite.


Geschäftsmodellentwicklung
Der Teleradiologieverbund Ruhr ist ein innovatives und wachsendes Netzwerk, das höchst unterschiedliche Teilnehmer miteinander verbindet. Um ein solches Netzwerk zu koordinieren und sowohl für die einzelnen Verbundteilnehmer als auch für den Verbund an sich wirtschaftlich zu gestalten, werden neben den technischen Voraussetzungen auch organisatorische und strukturelle Rahmenbedingungen benötigt, die durch die contec GmbH entwickelt werden. In diese Rahmenbedingungen, die ein stabiles und verbindliches Grundgerüst bilden, wird ein Geschäftsmodell eingebettet, das hochgradig skalierbar ist, und für jeden Teilnehmer individuell und flexibel die optimalen Kooperationsbedingungen schafft. Um dieses Modell entsprechend entwickeln zu können, müssen die Ziele, Ansprüche und Ressourcen der jeweiligen Verbundpartner ermittelt und regelmäßig überprüft werden. Wenn Sie Interesse an der Teilnahme am Teleradiologieverbund Ruhr haben, setzen Sie sich gerne mit uns in Verbindung. Wir werden Sie gewohnt kompetent dabei unterstützen, mit Ihnen das für Ihre Bedürfnisse und Zielsetzungen passende Kooperationsmodell zu finden. Bei Interesse an einer Zusammenarbeit oder weiteren Fragen nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Maike Mülders

 
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